Anfahrt
Warum zwei Aufträge an einem Tag teurer sind als einer
Wer Umzug und Räumung getrennt vergibt, zahlt zweimal für dasselbe Treppenhaus. Beim Umzug wird die Hälfte des Hausrats heruntergetragen, beim Räumtermin ein paar Tage später die andere Hälfte, und jede Firma bringt Anfahrt, Rüstzeit und Mindestdauer mit. Führen wir beides zusammen aus, fällt der zweite Aufbau des Arbeitsplatzes weg und die Ladeflächen lassen sich sinnvoll aufteilen. Am Ende zahlen Sie zwei Grundpreise für ein einziges Treppenhaus.
Praktisch stehen dann zwei Ladungen nebeneinander: die Umzugsladung, die gesichert und getrennt bleibt, und das Räumgut, das dichter gepackt werden darf. Wir laden zuerst den Umzug, weil dort die Sorgfalt zählt, und füllen den zweiten Wagen mit dem Rest. Ein zweiter Wagen auf derselben Tour kostet 24 Euro je Stunde und ist deshalb der günstigste Weg, beides an einem Tag zu erledigen.
Der zeitliche Vorteil ist ebenso wichtig. Viele Übergabetermine liegen wenige Tage nach dem Auszug, und in dieser Lücke fehlt oft der Werktag für einen zweiten Termin. Wenn am Abend des Umzugstags alles draußen ist, können Sie die Wohnung ohne weitere Absprachen übergeben. Wir legen den Räumteil deshalb bewusst hinter den Umzug und nicht auf einen zweiten Termin in der Woche darauf, für den erfahrungsgemäß niemand noch einmal Urlaub nehmen will.
Aufmaß
Wie wir Mitnehmen und Entsorgen sauber trennen
Die Trennung fällt nicht am Umzugsmorgen, sondern beim Aufmaß. Wir gehen die Wohnung durch und markieren, was in die Umzugsladung geht. Am einfachsten arbeiten wir mit Klebepunkten in zwei Farben oder mit Zetteln an Schranktüren. Alles, was nicht markiert ist, gilt am Umzugstag als Räumgut, und diese Regel ersparen Ihnen zwanzig Rückfragen im Flur. Fotografieren Sie die markierten Räume, dann haben beide Seiten denselben Stand.
Bei Zweifelsfällen legen wir eine dritte Kategorie an: Stücke, über die Sie noch entscheiden wollen. Die stellen wir gesammelt in einen Raum, und Sie sichten sie, bevor der Räumwagen belädt. Das kostet zehn Minuten und verhindert den Fall, dass die Kiste mit Unterlagen mit dem Sperrmüll fährt. Erfahrungsgemäß landen dort drei bis fünf Stücke, meistens Kisten mit Papieren, ein Regal und irgendein Gerät, dessen Zustand niemand mehr sicher kennt.
Ablauf
Was die Räumung kostet und wie gerechnet wird
Für die Räumung gibt es zwei Abrechnungswege. Nach Volumen rechnen wir ab 39 Euro je Kubikmeter, das ist bei normalem Hausrat der übliche Weg und lässt sich beim Aufmaß gut schätzen. Nach Zeitaufwand rechnen wir ab 15 Euro je Stunde, das passt, wenn wenig Volumen anfällt, aber viel sortiert oder in einer schwer zugänglichen Etage gearbeitet werden muss. Beide Wege stehen im Angebot, damit Sie vergleichen können.
Welche Variante günstiger ist, sagen wir Ihnen nach der Besichtigung. Als Faustregel: Je voller und je gleichförmiger der Bestand, desto besser fährt die Abrechnung nach Kubikmetern. Je mehr Handarbeit und Sortierung nötig ist, desto eher lohnt die Zeitabrechnung. Alle genannten Beträge verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Bei gemischten Fällen rechnen wir beide Varianten durch und schreiben die günstigere ins Angebot, damit Sie nicht selbst kalkulieren müssen.
Der Umzugsteil bleibt davon unberührt und läuft entweder als Festpreis ab 289 Euro für ein Zimmer, 389 Euro für zwei, 769 Euro für drei, 799 Euro für vier und 1.080 Euro für fünf Zimmer, oder nach Stunden ab 48 Euro für den Umzugswagen mit zwei Kräften. Auf der Rechnung stehen Umzug und Räumung getrennt, damit Sie beides nachvollziehen können. So bleibt nachvollziehbar, welcher Betrag worauf entfällt.
Preis
Damit die Übergabe nicht scheitert
Besenrein heißt: leer, gefegt, ohne Müll und ohne zurückgelassene Möbel. Was darüber hinaus geschuldet ist, steht im Mietvertrag, und dort lohnt ein Blick vor dem Umzugstag. Diese Punkte klären Sie am besten vorher, weil sie den Umfang der Räumung ändern. Wir sagen bei der Besichtigung, was davon in unseren Auftrag fällt und was Sie selbst oder ein Handwerker erledigen müssen, damit am Übergabetag keine Lücke bleibt.
- Dübellöcher und Malerarbeiten: gehören nicht zur Räumung, klären Sie die Pflicht im Vertrag
- Keller, Dachboden und Garage: werden gern vergessen und kommen als Volumen dazu
- Fest verbaute Einbauten, die Sie eingebracht haben und wieder entfernen müssen
- Bodenbeläge, die verklebt sind und deren Entfernung gesondert vereinbart wird
- Zählerstände und Schlüssel: notieren und zählen, bevor der letzte Wagen fährt