Umfang
Wann ein Möbeltransport günstiger ist als ein Umzug
Sobald die Ladung in einen Wagen passt und der Weg an einem Vormittag zu schaffen ist, lohnt sich kein Umzugspaket. Typisch sind ein gebraucht gekaufter Schrank, ein Sofa aus einem Onlineangebot, eine Küchenzeile aus zweiter Hand oder ein Erbstück, das aus dem Haus der Familie geholt wird. Für solche Fahrten ist die Zeitabrechnung fair, weil Sie nur zahlen, was wirklich anfällt.
Umgekehrt raten wir zum Festpreisumzug, sobald mehr als ein Zimmer beteiligt ist oder wenn der Umfang unklar bleibt. Bei einer halben Wohnung stimmt der Stundenansatz oft nicht mehr, und aus der vermeintlich kleinen Fahrt wird ein langer Tag. Sagen Sie uns einfach, was ansteht, dann rechnen wir beides durch und nennen Ihnen die günstigere Variante. Für diese Rechnung genügen die Zahl der Stücke, beide Etagen und die Entfernung.
Was wir nicht anbieten, ist die Beiladung fremder Ware auf eine bestehende Tour ohne feste Zeit. Solche Angebote klingen billig, führen aber zu Terminfenstern über mehrere Tage. Wir fahren mit fester Zeit, weil an beiden Enden meist jemand warten muss und Wartezeit teurer ist als der Transport selbst. Wenn Ihnen ein weites Zeitfenster nichts ausmacht, sagen Sie es trotzdem: Manchmal lässt sich ein Stück an eine ohnehin geplante Tour anhängen, und dann wird die Fahrt kürzer und günstiger.
Vorbereitung
Was vor der Fahrt geklärt sein sollte
Die häufigste Ursache für unnötige Kosten ist ein Möbel, das nicht durch die Tür passt. Messen Sie deshalb vorher die schmalste Stelle des Wegs, meist ist das der Türrahmen im Treppenhaus oder die Kurve im Flur. Wenn ein Stück nur zerlegt hineinkommt, sagen Sie das vorab, dann bringen wir Werkzeug und planen die Zeit dafür ein statt vor Ort zu improvisieren.
Wichtig sind außerdem die Etagen an beiden Enden und die Frage, ob ein Aufzug vorhanden und groß genug ist. Ein Zweisitzer in den vierten Stock ohne Aufzug ist eine andere Aufgabe als derselbe Zweisitzer ins Erdgeschoss. Kommt ein Stück gar nicht durch das Treppenhaus, bleibt der Weg über das Fenster mit dem Aufzug ab 179 Euro bis zur vierten Etage.
Klären Sie zuletzt, ob am Abholort jemand ist. Bei Privatverkäufen kommt es vor, dass niemand öffnet oder das Möbel noch nicht abgebaut ist. Diese Wartezeit läuft mit, deshalb lohnt sich ein Anruf am Vortag. Wenn die Übergabe an einem Ort ohne Ansprechperson stattfindet, brauchen wir vorher eine klare Absprache, wo das Stück abgestellt werden darf. Ohne diese Absprache stellen wir nichts unbeaufsichtigt ab, weil sonst unklar bleibt, wer für das Stück einsteht.
Durchführung
Sperrige und empfindliche Stücke
Glasvitrinen, Steinplatten, Spiegel und Aquarien fahren nur stehend und einzeln gesichert. Solche Stücke bekommen Kantenschutz und eine eigene Position an der Bordwand, damit sie sich beim Bremsen nicht verschieben. Sagen Sie uns vorher, wenn Glas dabei ist, dann bringen wir passendes Material mit, statt vor Ort mit Decken zu behelfen. Bei sehr großen Glasflächen sagen wir vorher, ob eine dritte Kraft nötig ist, weil sich solche Platten nicht zu zweit kippen lassen.
Klavier und Flügel behandeln wir gesondert. Der Aufschlag beginnt bei 189 Euro und deckt das zusätzliche Gerät und die zusätzliche Kraft ab. Entscheidend ist auch hier der Weg: Stufen, Wendungen und die Frage, ob das Instrument gelegt werden darf. Diese Punkte klären wir am Telefon oder anhand von Fotos, bevor wir einen Termin bestätigen. Klavier und Flügel sind dabei zwei verschiedene Aufgaben, deshalb brauchen wir immer die genaue Bauart.
Es gibt Stücke, bei denen wir absagen. Dazu gehören Möbel, die bereits so beschädigt sind, dass sie beim Anheben auseinanderfallen, sowie sehr schwere Einzelteile, für die eine Hebetechnik nötig wäre, die wir nicht vorhalten. Wir sagen das lieber vorher als am Einsatztag, damit Sie sich rechtzeitig um eine Alternative kümmern können. Genauso sagen wir ab, wenn der beschriebene Weg im Haus für das Stück erkennbar zu eng ist und auch das Fenster keine Lösung bietet.
Kosten
So läuft ein Transporttermin ab
Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten, weil bei kleinen Fahrten jede zusätzliche Runde Zeit kostet. Sie liefern wenige Angaben, den Rest übernehmen wir. Wichtig ist, dass diese Angaben stimmen, denn ein falsch geschätztes Maß entscheidet darüber, ob das Stück in den Wagen passt oder ob eine zweite Fahrt nötig wird. Deshalb fragen wir lieber einmal mehr nach als einmal zu wenig.
Die Zeit beginnt, wenn wir an der ersten Anschrift eintreffen, und endet, wenn das Stück am Zielort steht. Anfahrt innerhalb von Erkner und den Nachbarorten ist darin bereits enthalten, längere Wege nennen wir im Angebot vorab. Für den Fall, dass zwei Fahrten nötig werden, sagen wir das noch am selben Tag, bevor wir die zweite starten. So können Sie entscheiden, ob der Rest wirklich mit muss oder ob er anders gelöst wird.
- 1 Anfrage mit Foto, Maßen, beiden Anschriften und Etagen
- 2 Rückmeldung mit Fahrzeuggröße, Zahl der Kräfte und geschätzter Dauer
- 3 Terminbestätigung mit fester Startzeit statt eines langen Zeitfensters
- 4 Abholung, Sicherung im Wagen, Fahrt und Aufstellen am Zielort
- 5 Abrechnung nach tatsächlicher Zeit, bar oder auf Rechnung