Umfang
Warum die freie Ladefläche den Umzug billiger macht
Der Preis eines Umzugs hängt weniger am Fahren als am Tragen. Steht der Wagen fünfzig Meter weiter oder um die Ecke, verlängert sich jeder einzelne Weg, und bei zweihundert Gängen summiert sich das zu Stunden. Bei der Abrechnung nach Zeit zahlen Sie diese Stunden. Beim Festpreis haben wir sie einkalkuliert, wenn der Platz nicht gesichert ist. In beiden Fällen ist die Zone günstiger als der Umweg.
Dazu kommt der Schutz für die Möbel. Ein langer Weg über den Gehweg bedeutet mehr Gelegenheiten, irgendwo anzustoßen, und bei Regen mehr nasse Kartons. Steht der Wagen direkt an der Tür, geht das Stück vom Flur in die Ladefläche, ohne zwischendurch abgesetzt zu werden. Das reduziert Schäden spürbar und beschleunigt gleichzeitig die Arbeit. Bei Regen ist der Unterschied am größten, weil eine kurze Strecke unter der geöffneten Heckklappe trocken bleibt.
Und es gibt einen praktischen Grund: Nachbarn reagieren gelassener, wenn ein Schild dasteht, als wenn ein großer Wagen unangekündigt eine Zufahrt blockiert. Die Zone macht sichtbar, dass die Fläche für einen begrenzten Zeitraum gebraucht wird, und nimmt der Situation die Spannung. Das ist kein Nebenaspekt: Streit vor der Tür kostet am Umzugstag genauso Zeit wie ein zu langer Weg, nur ist er schwerer aufzulösen. Ein kurzer Hinweis an die direkten Nachbarn wirkt dabei oft mehr als das Schild selbst.
Vorbereitung
Was wir übernehmen und was die Behörde entscheidet
Wir stellen den Antrag mit Anschrift, Datum, Uhrzeitfenster und der benötigten Länge, wir holen die Schilder, bringen sie am Vortag zur Anschrift, stellen sie auf, tragen die Uhrzeit ein und holen sie nach dem Umzug wieder ab. Sie müssen sich um keinen dieser Schritte kümmern. Der Preis dafür beginnt bei 59 Euro für eine Anschrift und bei 89 Euro, wenn an beiden Enden eine Zone nötig ist.
Was wir nicht bestimmen, ist die Genehmigung selbst. Ob und in welchem Umfang die Zone erteilt wird, wie lange der Vorlauf sein muss und welche Gebühr anfällt, entscheidet die zuständige Stelle des jeweiligen Ortes. Diese Angaben unterscheiden sich von Ort zu Ort, deshalb nennen wir sie nicht pauschal, sondern in Ihrem Angebot, sobald die Anschrift feststeht. Wir geben also weiter, was gilt, und erfinden keine Frist, auf die Sie sich später nicht verlassen könnten.
Praktisch heißt das: Je früher Sie den Umzugstermin nennen, desto sicherer lässt sich die Zone einrichten. Kurzfristige Anfragen sind nicht ausgeschlossen, aber sie hängen davon ab, was die Stelle noch bearbeiten kann. Wenn es zeitlich nicht mehr reicht, sagen wir das und planen den Umzug mit längeren Tragewegen, statt eine Zusage zu machen, die von anderen abhängt. In diesem Fall planen wir zusätzliche Kräfte ein, damit die längeren Wege nicht die gesamte Dauer verdoppeln.
Durchführung
Wie lang die Zone sein muss
Die Länge richtet sich nach dem Fahrzeug und danach, ob es zusätzlich rangieren muss. Ein Kastenwagen mit 12 Kubikmetern braucht deutlich weniger Platz als ein Umzugswagen mit 21 Kubikmetern, und wenn ein Möbelaufzug am Fenster aufgebaut wird, kommt dessen Stellfläche dazu. Zu kurz beantragt nützt die Zone wenig, weil der Wagen dann trotzdem nicht hineinpasst. Zu lang beantragt kostet dagegen unnötig Gebühr, deshalb rechnen wir die Länge und schätzen sie nicht.
Deshalb legen wir die Länge erst fest, wenn das Fahrzeug feststeht. Beim Aufmaß entscheiden wir, welcher Wagen zum Volumen passt, und aus dieser Entscheidung ergibt sich die Zone. Bei zwei Wagen auf derselben Tour planen wir entsprechend mehr Fläche ein oder legen die Fahrten zeitlich so, dass sie sich nicht überschneiden. Liegt die Anschrift an einer engen Stelle, klären wir zusätzlich, ob der Wagen überhaupt heranfahren kann, denn eine genehmigte Fläche nützt nichts, wenn die Zufahrt nicht reicht.
Kosten
Wenn trotz Zone ein Auto darin steht
Das kommt vor, meist weil jemand die Schilder übersehen hat oder nach dem Aufstellen der Schilder noch geparkt hat. Erste Maßnahme ist immer ein Blick auf die Scheibe: Oft steht dort eine Nummer, und ein kurzer Anruf löst das Problem in wenigen Minuten. Wir sprechen auch im Haus nach, weil der Wagen häufig einem Nachbarn gehört. In den meisten Fällen ist die Sache damit nach zehn Minuten erledigt und der Umzug läuft weiter.
Hilft das nicht, ist der Weg über die Polizei vorgesehen, die den Vorgang aufnimmt. Wir dokumentieren die Situation mit Fotos, aus denen die aufgestellten Schilder und der Zeitpunkt hervorgehen. Diese Dokumentation ist wichtig, weil sich daran zeigt, dass die Zone rechtzeitig eingerichtet war. Wie schnell danach jemand kommt und ob abgeschleppt wird, entscheiden nicht wir und können wir deshalb auch nicht zusagen. Wir halten den Ablauf nur so fest, dass er sich belegen lässt.
Damit die Zeit nicht ungenutzt verstreicht, beginnen wir währenddessen mit dem Zusammentragen im Hausflur. So ist der Wagen später in kürzerer Zeit voll, sobald die Fläche frei ist. Ganz auffangen lässt sich eine solche Verzögerung nicht, deshalb ist es sinnvoll, am Vorabend selbst noch einmal nach der Zone zu sehen. Entdecken Sie dabei ein Fahrzeug in der Fläche, melden Sie es uns gleich, dann lässt sich vieles noch vor dem Umzugstag klären.
Grenzen
Woran Sie selbst denken sollten
Ein paar Punkte kosten Sie fünf Minuten und ersparen am Umzugstag viel Ärger. Wir gehen sie beim Aufmaß mit Ihnen durch, damit nichts davon untergeht. Der Grund ist einfach: Die Zone hängt an Angaben, die nur Sie kennen, etwa daran, ob der Eingang zum Hof oder zur Straße zeigt und wo genau die Möbel herauskommen. Steht das Schild an der falschen Stelle, bringt es nichts, obwohl alles beantragt und bezahlt wurde.
Wenn einer dieser Punkte unklar ist, sagen Sie es lieber zu früh als zu spät. Fast alles davon lässt sich vorher lösen, am Umzugstag dagegen kostet es Zeit, die auf der Rechnung steht. Am wichtigsten ist der erste Punkt: Alles Weitere lässt sich anpassen, ein zu spät gestellter Antrag dagegen nicht. Deshalb steht in unserem Angebot der Tag, bis zu dem wir Ihre Bestätigung brauchen.
- Umzugstermin früh nennen, damit der Antrag rechtzeitig gestellt werden kann
- Hausnummer und Straßenseite genau angeben, auch bei Hinterhäusern
- Nachbarn kurz informieren, besonders bei geteilten Zufahrten
- Am Vorabend prüfen, ob die Schilder stehen und lesbar sind
- Sagen, wenn ein Möbelaufzug gestellt wird, denn er braucht eigene Fläche